adrianoesch

über nachrichtenkonsum und ein neues rss-format

In internet & gesellschaft, kontrolle, random on 2. November 2011 at 15:29

es scheint en vogue zu sein, sich programme zu wünschen und manchmal denke ich mir, ich sollte noch ein informatikstudium anhängen, da es einfach viel gestaltungsräume mit sich bringt.

wenn ich meinen nachrichten konsum betrachte, dann fällt mir auf, dass ich verschiedene kanäle für verschiedene inhalte und funktionen benutze. twitter ist bei mir viel mehr durch meine interessen gesteuert als z.b. facebook. im rss reader verwende ich thematisch sortierte ordner, um je nach bedürfnis das neuste aus einem feld aufarbeiten zu können.

ich wünschte mir aber einen „reader“ für alles. dies müsste meiner ansicht nach mit einem neuen, konfigurierten rss-format möglich sein, welches eine eingebettete tag-funktion und einen arousal-parameter bietet. durch die tag-funktion könnte erstens jede nachricht in einen semantischen raum gesetzt werden. dies würde eine individuelle filtrierung vereinfach und es mir ermöglichen, z.b. die nachrichten von person X (sender) nur um den themenbereich Y, W, K & D zu lesen. je besser die nachrichten getaggt sind, desto genauer lassen sie sich filtern. die person X könnte ihre nachrichten auch mit verschiedenen weiteren „funktionellen“-eigenschaften (im gegensatz zu content) versehen wie z.b. „linkempfehlung“, „analyse“ oder „persönliches“. zweitens würde durch einen arousal parameter dem leser die möglichkeit gegeben, die filtrierung nach wichtigkeit einzustellen. das arousal könnte durch die anzahl tweets, likes, +1s etc oder durch ein neuartiges bewertungssystem ermittelt werden. wichtig ist nur, dass nicht der absender für den arousal parameter verantwortlich ist, sondern die lesende masse.

wieviel metainformationen braucht man mehr? keine würde ich behaupten. ein solches format würde es entwickler ermöglichen rss-reader zu entwickeln, welche perfekt auf den universalen nachrichtenkonsum zugeschnitten wären. ich könnte vor jeden absender einen semantischen und einen wichtigkeitsfilter setzen. ich könnte alle nachrichten, die mit „persönlich“ getaggt wurden, ausblenden, oder eben nur die persönlichen und wichtigen mit vielleicht über 8 von 10 arousalpunkten anzeigen lassen. und das allerbeste: der inhalt wäre dezentral. jeder könnte von jedem server senden, vorausgesetzt er benutzt dieses format. es könnten verschiedene reader entwickelt werden mit verschiedenen algorithmen (was kommt auf die frontpage etc.), die für nerds auch individuell einstellbar wären.

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