adrianoesch

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über individualisierte news – ein wunschkonzept

In internet & gesellschaft, medien on 15. Juli 2013 at 22:31

der news-reader markt ist durch die schliessung des google-reader ziemlich in bewegung gekommen. das ist erfreulich, jedoch fehlt mir eine gewisse dienstleistung schon seit längerem. ich wünschte mir eine art rss-reader, der wahlweise eine auf mich abgestimmte priorisierung der artikel vornimmt – eine art individueller relevanz-filter. im idealfall wäre ein solcher algorithmus transparent und auch von der benutzerseite her manipulierbar. da es mehrere open-source rss-reader gibt, spiele ich immer wieder mal mit dem gedanken, mich selber dem code anzunehmen, aber meine wenigen php erfahrungen werden da sehr wahrscheinlich nicht ausreichen. nichtsdestotrotz habe ich mir bereits ein paar gedanken zu einem priorisierungssystem gemacht, die ich hier gerne teile.

eine individuelle priorisierung würde ich auf folgenden drei grundpfeiler aufbauen:

  1. der inhalt: worum geht es im artikel? wie sieht die beziehung des users zu den tags aus? welche kombination von tags wurde vom user in der vergangenheit wie viel mal angeklickt?
  2. die quelle: vom wem kommt der artikel? wie sieht die beziehung des users zu der quelle aus? wie sieht das verhältnis der gelesenen artikel zu den ungelesenen artikel dieser quelle aus? gibt es spezielle kombinationen von tags und quellen? (z.b. lese ich den scripting blog von dave winer sehr gerne, finde aber sein lokalpolitischen ausflüge nicht gleichermassen interessant wie seine übrigen artikel.)
  3. das umfeld: wie hat mein umfeld auf den artikel reagiert? wer mit welcher reputation hat was wo geliket/ geteilt?

die grosse schwierigkeit wird es sein, die nötigen daten für die geforderten informationen zu erhalten und sinnvoll zu verknüpfen. und selbstverständlich ist diese auflistung bei weitem nicht vollständig (z.b. alter, sprache & länge der artikel). nichtsdestotrotz halte ich dies für machbar.

es gibt bereits einige dienste, die in diese richtung gehen, aber eine zufriedenstellende lösung habe ich noch nicht entdeckt.

fever: habe ich leider nicht probieren können, da ich keinen eigenen server miete. aber den beschreibungen nach, werden „nur“ die globalen shares und likes in eine priorisierung miteinbezogen. viel interessanter wären die shares und likes aus dem userspezifischen umfeld.

zite: leider nur als app benutzbar. man kann anfangs interessensgebiete angeben, die dann in unterschiedliche streams aufgeteilt werden. die app analysiert dann das leseverhalten, was in personalisierten streams resultiert. so viel ich weiss, hat das soziale umfeld keinen einfluss auf die gewichtung.

prismatic: diese plattform hat etwas. durch die verknüpfung des prismatic-accounts mit twitter, facebook und google sollte der dienst eigentlich gleich schon zu beginn recht viel von mir wissen, was sich jedoch bei meinen tests nicht bestätigte. ich habe anfangs auf ein paar artsy links geklickt, was sich nun darin zeigt, dass mir fast nur noch artikel mit kunstbezug gezeigt werden (das ändert sich nun zwar langsam, ist jedoch mühsam). zudem hätte ich doch eine gut gepflegte feed-liste. auf anfrage meinte ein prismatic mitarbeiter zwar, dass mein rss-feeds aus dem ehem. google-reader abgefischt wurden, jedoch ist mir bisher noch kein einziger artikel aus meinen rss-abonnements untergekommen. wie kann das sein? ein rss-abo zu haben, heisst doch genau, dass mich dessen inhalte interessieren. ich muss hingegen zugeben, dass ich oftmals innert kürzester zeit auf viele spannende artikel stosse (was allerdings auch durch meine breit gestreuten interessen erklärt werden könnte).

etwas fehlt jedoch bei allen diensten, die ich bisher kennen gelernt habe. bei keinem kann ich meinen stream bewusst manipulieren. die individuelle manipulation des algorithmus wäre meiner meinung nach aber enorm wichtig, da man oftmals andere sachen „will“ als die, die man „tut“. anders gesagt: nur weil ich sehr wenige artikel von xy lese, heisst das nicht unbedingt, dass ich sie nicht in meinem stream sehen will. eine solche information kann kein computer von mir erfahren, ausser ich sage es ihm explizit. auch kann es sein, dass ich unabhängig von zeit und ort (was ja theoretisch noch einen faktor in der priorisierung sein könnte), manchmal in der einen schublade was lesen will, und dann wieder in der anderen. die bewusste manipulierung und unterteilung wäre deswegen meiner meinung nach ein wichtiges merkmal.

ich bin mal gespannt, was facebook derzeit zusammenschustert. über die user-daten würden sie ja verfügen, nur ist deren zielgruppe wahrscheinlich eine andere. dass die filterung des webs und somit die priorisierung der inhalte allerdings von grosser bedeutung ist, halte ich für unbestritten.

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über baecker, medien und epochen

In internet & gesellschaft, medien on 21. Dezember 2011 at 23:10

ich hab letzten frühling das erste mal von dirk baecker gehört und war gleich begeistert von seinen thesen zur nächsten gesellschaft. ich hab mir dann sein buch „studien zur nächsten gesellschaft“ gekauft und versucht, mich etwas in der materie zu vertiefen. das ist mir nur teilweise gelungen, da baecker auf vielem aufbaut, wovon ich nicht viel verstehe. das empfinde ich als nicht weiter schlimm, ich soll ja auch anreize haben, weiter zu lernen ;)

jedenfalls versuche ich trotz wissenslücken, die neuen happen möglichst gut zu verdauen, sprich in mein vorwissen einzubetten. es hat sich dabei ein kritikpunkt an baeckers thesen herauskristalliert, den ich im folgenden versuchen werde zu beschreiben. (ist es legitim, eine kritik zu äussern, ohne vollständiges verständnis eines gegenstandes? vielleicht ist es kein kritikpunkt, sondern mehr eine frage oder einfach eine andere sichtweise.)

baecker skizziert eine unterteilung der gesellschaftsgeschichte in abhängigkeit der kommunikation innerhalb der gesellschaft. er meint, eine verbale stammesgesellschaft, eine antike schriftgesellschaft und eine moderne buchdruckgesellschaft zu erkennen (die ausdrücke stammen von ihm). der fokus seiner studien liegt nun auf der these, dass wir im übergang zu einer neuen gesellschaftsform stecken, aufgrund neuartiger kommunikation mit computern. es erscheint mir plausibel, dass gesellschaftsstrukturen stark von der kommunikation innerhalb einer gesellschaft abhängen, da kommunikation ja genau das zwischeneineinander darstellt. was mich hingegen stört, ist der bruch zwischen der antiken schriftgesellschaft und der modernen buchdruckgesellschaft. er passt nicht wirklich zu den anderen brüchen.

miteinher geht eine mühe mit der ungenauen verwendung des begriffs medium/medien. als medium kann sehr vieles betrachtet werden. man unterscheidet z.b. zwischen verschiedenen modalitäten, also visuellen medien wie zeitungen, magazinen oder fernseher und audio-medien wie radio, podcasts und dergleichen. gleichzeitig kann auch sprache selbst als medium betrachtet werden, da sie als vermittelndes konstrukt genau diese rolle einnimmt. sprache als medium kann also gleichzeitig durch viele modalitäten und medien vermittelt werden, womit wir beim problem sind. der begriff medium/-ien unterscheidet nicht zwischen dem übermittler von sprache (zeitung, bücher, tv, video etc.), und dem zu übermittelnden konstrukt an sich, also der sprache. korrigiert mich bitte, falls ich falsch liege.

zwischen der verbalen stammesgesellschaft zur schriftgesellschaft besteht ein klarer bruch, der sich u.a. auch in einer unterschiedlichen modalität zeigt. das bis anhin nur gesprochene und somit füchtige wort konnte auf einmal visuell festgehalten werden. sprache wurde dadurch von der lokalen und zeitlichen präsenz einer person gelöst. erst durch die erfindung der schrift war es zum beispiel möglich irgendeine art codex als allgemeingültiges regelgebäude aufzubauen, welches an mehreren orten zeitgleich geltung hatte, und sich mehrere personen darauf berufen konnten. ich meine verbale organisationsstrukturen noch in institutionen wie der familie oder mafia (mehr die stereotype form) zu erkennen.

vergleichen wir diesen bruch in der kommunikation mit dem – laut baecker – darauf folgenden, dem eintritt in die moderne buchdruckgesellschaft, sehe ich auf verschiedenen ebenen keine dermassen einschneidende veränderung. der buchdruck war vorallem ein quantitativer bruch aber kein qualitativer. ich möchte damit nicht sagen, dass die gesellschaft dadurch keine veränderung erfahren hatte (siehe z.b. benedict anderson), sondern nur, dass veränderungen nicht auf einen qualitativen bruch in der kommunikation zurückzuführen sind. ich meine mit der griechischen demokratieform auch eine bereits relativ ähnliche gesellschaftsstruktur zu erkennen, wie wir sie heute kennen. der nächste wechsel, also laut baecker von der modernen buchdruckgesellschaft zur nächsten computergesellschaft zeigt wieder qualitative merkmale. durch die binäre encodierung aller digitalen inhalte kommunizieren wir ja eigentlich nur noch in nullen und einsen. es handelt sich somit wieder um einen qualitativen bruch mit der vergangenheit.

eine weitere eigenschaft, die mich vermuten lässt, dass die moderne buchdruckgesellschaft keine eigene epoche darstellen sollte, lässt sich aus der obigen argumentation ableiten. ich habe vorhin meine schwierigkeit mit dem begriff des medium/der medien beschrieben. wenn man sprache als medium versuch zu beschreiben, könnte man – so glaube ich – sagen, sprache ist träger von semantik und syntax. vereinfacht gesagt, sprache ist das medium von sinn und dessen zusammenhängen. es ist eine abstrakte art von kommunikation, da ein laut wie „feuer“ nichts mit dem eigentlichen feuer zu tun haben muss. nach de saussure, signifié und signifiant sind nicht per se verbunden. wir halten fest, sprache ist eine abstrakte art der kommunikation. könnte man nun nicht weiter behaupten, dass die schrift das medium der verbalen sprache ist? also als eine art medium des mediums ein meta-medium? die visuellen symbole verweisen immer zuerst auf ein verbales gebäude und erst dann auf die dahinter liegende semantik. jedes kind (gibt es ausnahmen? autisten?) lernt als erstes sprechen und erst später lernt es, grapheme mit phonemen zu verknüpfen. auch hier wird erkennbar, dass grapheme primär träger von phonemen sind. es handelt sich also bei der erfindung der schrift um einen neuen grad der abstraktion. de saussure nennt die schrift laut wiki als sekundär. diese interpretation ist jedoch nicht unumstritten. betrachtet man die epoche der buchdruckgesellschaft unter diesen aspekten, zeigen sich keinerlei unterschiede zur antiken schriftgesellschaft. es spielt keine rolle, ob ich es mit einem von hand beschriebenen pergament zu tun habe oder mit einem von bleibuchstaben bedrucktes blatt papier. die art der kommunikation verändert sich dadurch nicht grundlegend. baecker nennt als typisches phänomen in der buchdruckgesellschaft auch die balancierung von widersprüchlichem, ebenfalls ein quantitatives merkmal.

mit blick auf die computergesellschaft können wir hingegen wieder einen klaren wechsel feststellen. der computer simuliert uns zwar ein schriftbild, abstrahiert dieses jedoch in einen binären code, womit wir wieder einen qualitativen bruch interpretieren können. wenn man mir folgen möchte, kann man wieder einen höheren grad an abstraktion feststellen. durch die binäre encodierung wird ein digitaler speicher zum träger von schrift, welches laut obiger argumentation ein träger der verbalen sprache ist. daraus folgernd handelt es sich beim computer dementsprechend um ein meta-meta-medium. um sprache verstehen zu können, muss man die regeln derselben kennen. um schrift lesen zu können, muss man vom visuellem abbild auf verbales artikulieren schlussfolgern können, und um mit computer kommunizieren zu können, muss dieser einen binären code umwandeln, also die konventionen dieses codes kennen. was hier neu hinzukommt, ist, dass wir einen helfer brauchen, der durch anwendung eines gespeicherten codes einen binären strang in ein für uns lesbares schriftbild umwandeln kann. dass binäre stränge jedoch noch viel mehr zulassen, als bloss schrift zu übermitteln, muss wohl niemandem erklärt werden. oder wie thorsten breustedt es kürzlich fomuliert hatte:

„Wenn es um Microcontent im Netz geht, reden wir bei weitem nicht nur über das, was in einen Text gegossen wurde, und sei er auch noch so kurz wie ein Twitter-Tweet: Wir reden auch über YouTube-Videos, Infografiken, Fotos und eben LOLcats. Kurz, wir reden mit Downes von einer neuen Sprache in einem neuen, digitalen Umfeld, die aus einem «post-linguistischen Vokabular» besteht.“ (hervorhebung von mir)

wer sich dafür interessiert, wie kommunikation in digitalien in ferner zukunft aussehen könnte, dem kann ich jaron lanier empfehlen, der sich mit konstrukten wie der „post-symbolischen kommunikation“ auseinandersetzt. die kommunikation mit computer ist in einer weiteren hinsicht ein neues phänomen. während der mensch in den stadien der verbalen und schriftlichen kommunikation alle konventionen selbst erlernen musste (peter kruse würde von mustererkennung sprechen), übernimmt neu ein grossteil der enkodierung eine maschine. ich bin versucht, diese neuartigkeit im kontext der evolution zu sehen und als eine art mentales werkzeug zu betrachten, auch wenn sich dadurch zuzeit mehr fragen ergeben, als sich alte beantworten lassen. wie das werkzeug, welches physische arbeit erleichtert, stellt neu der computer eine hilfe für mentale prozesse dar (siehe post-scriptum). die digitale encodierung ermöglicht die lokale und temporale omnipräsenz jeder person auf verbaler und visueller ebene. die auswirkungen dieser neuartigen kommunikation wird meiner meinung nach krass unterschätzt.

wir leben in interessanten zeiten ;)

PS: die differenzierung der epochen nach dem kriterium der abstraktheit scheint mir noch aus einem anderen grund sinnvoll. ich sehe die möglichkeit zu abstrahieren als eine ur-menschliche eigenschaft. vergleichen wir die problem-löse-strategien zwischen menschen und primitiveren lebewesen, wird ersichtlich, dass menschen aufgrund der möglichkeit zu abstrahieren, eine menge problemlösestrategien entwickelt haben. primitivere lebewesen bleibt oftmals nur die trial-and-error-strategie. ich weiss von ausnahmen bei primaten, aber die stehen evolutionsgeschichtlich bekanntlich auch relativ nahe an den hominiden und ihnen wird auch eine relativ hohe kognitive kapazität zugesprochen. (wer will, kann auch die evolution als trial-and-error-strategie betrachten). steht jedoch ein erwachsener mensch vor einem problem, kann er verschiedene lösungsansätze im kopf durchgehen, sie quasi simulieren. er kann analogieschlüsse ziehen etc. und muss nicht alle potentiellen strategien ausführen, sondern kann sich deren ausgang vorstellen, und sich dann für die sinnvollste entscheiden. (die meisten) tiere können das nicht. könnte es nun nicht sein, dass durch die erfindung des computers neuerdings ein viel grösseres mass an potentiellen lösungswegen simuliert werden kann, eben weil wir mit dem computer einen höheren grad an abstraktion „erfunden“ haben? dazu mehr in einem nächsten post.

über journalismus, internet und NZZonline

In internet & gesellschaft, medien on 29. November 2011 at 16:37

die nzz wird bald kostenpflichtig (wahrscheinlich im sinne einer navigationsgebühr nach dem modell der newyorktimes). dadurch kam für mich die frage auf, ob ich bereit wäre für das regelmässige navigieren durch die gefilden der nzz zu bezahlen. es folgt demnach eine begründung, wieso ich diese frage derzeit klar verneine, und wieso die nzz – stellvertretend für viele zeitungen – noch nicht in digitalien angekommen ist. ich möchte hier kein normativ aussprechen, sondern es geht um meine bereitschaft, für einen service zu bezahlen und mein subjektiver eindruck der nzzonline.

die frontseite der nzzonline zeigte heute (29/11/2011) um 15uhr folgende 6 hauptartikel der reihenfolge nach sortiert:

es handelt sich dabei ausschliesslich um weiterverarbeitetes material (studien, zeitungsartikel & agenturmeldungen). und einzig dem artikel zur wirtschaftskriminalität im internet, der auch der längste ist aber bei weitem nicht lang, attestiere ich eine art journalistische arbeit im sinne einer zusammenfassung einer studie. nzzonline zeigt mir also auf der frontpage (!) hauptsächlich inhalte von andern. und dafür soll ich bezahlen? in 5 von 6 artikeln gibt es keine links zu weiteren informationen. nur der artikel zu den zwickauer nazis verlinkt auf einen spiegel artikel und die leipziger volkszeitung. nzzonline geht also davon aus, dass das interesse der leser nach der lektüre ihrer reproduktion von oberflächlichen agenturmeldungen gestillt sei. falls sich ein leser wirklich für ein ereignis interessierte, soll er sich gefälligst selber um weiterführende quellen, hintergründe etc. kümmern.

und dafür soll ich bezahlen?

mein fazit dieser kleinen analyse. die priotitätensetzung der nzzonline zeigt mir, wie wichtig für sie oberflächliche auseinandersetzungen (oxymoron?) mit einem thema sind, nämlich so wichtig, dass sie alle auf die frontpage gehören. diese einstellung ist mit der meinigen nicht kongruent. ich bezweifle nicht, dass die nzz viele interessante artikel in petto hätte, aber wenn ich diese erst durch verlinkungen via twitter erreiche, dann sehe ich keinen sinn in einem zukünftigen abonnement.

wann begreifen journalisten endlich, dass ihr job nicht die reproduktion von inhalten ist. ihr job sollte es sein – und nun werde ich doch noch normativ – entweder inhalte zu kuratieren, sprich zu verlinken, oder inhalte zu produzieren. das internet ist bereits eine kopiermaschine, dafür braucht es keine (wo)men-power (oder human-power?). was es braucht, ist intelligente auseinandersetzung und analysen. eine freundin von mir, die bereits verschiedene praktika bei fernsehsender hinter sich hat, berichtete auf mein klagen, „only 13% of all news produced everyday is original“ (konnte noch keine quelle finden, wird evt. nachgereicht).

ein weiteres beispiel. ein artikel über die hohe lebensqualität in zürich war heute mittag meine wc-lektüre. es werden eine rangliste wiedergegeben und deren kriterien benannt. aber wo bleibt die hinterfragung, die kritik an der auswahl der kriterien? wo bleibt die begründung der unterschiedlichen lebensqualität? keine hintergründe, kein kontext. menschen sind an kausalzusammenhängen interessiert. jedes baby fragt sich, warum ein ball zu boden geht, wenn er in die luft geworfen wird. aber mit zusammenhängen hat’s die nzzonline wohl nicht so. natürlich weist auch dieser artikel keine einzige verlinkung auf. für einen solchen service bin ich niemals bereit, auch nur einen rappen zu bezahlen, denn würde mich so etwas interessieren, holte ich mir informationen von der quelle direkt. und dass ich davon bescheid wüsste, dafür sorgen twitter und konsorten.