adrianoesch

Archive for the ‘random’ Category

skitouren von gps-tracks im geo-admin portal

In random on 25. August 2015 at 11:15

ich habe kürzlich die skitouren von gps-tracks.com heruntergeladen, von unnötigem ballast befreit und via kml-datei auf dropbox in das geo-portal vom bund integriert. die routen sind mit den routenbeschrieben auf gps-tracks.com verknüpft, einfach auf die route klicken und dem link folgen.

hier der link zur archivierung: https://s.geo.admin.ch/668b8c2220

über persönliche daten

In random on 18. Januar 2012 at 17:51

i want my data. ich will einen service der meine persönlichen daten verknüpft und schön zusammenfasst. ich produziere ständig daten. browserhistory. clicks. tweets und sonstige posts. gps-standort. photos mit geotags. die liste ist fast unendlich erweiterbar. warum ist es so verdammt mühsam, an diese daten zu gelangen? ich wünschte mir quasi eine mylife-app ;)

mapme macht das schon ziemlich gut, sollte aber unbedingt ausgebaut werden (sprich mehr verbindungen zu verschiedensten plattformen), an usabilty feilen und schneller werden. kennt jemand andere angebote?

über liquid democracy, piraten und verantwortung

In internet & gesellschaft, random on 8. Dezember 2011 at 19:20

ein kurzer gedanke.

offensichtlich musste @afelia gestern einiges erdulden. sie hat sich entschieden die an sie gewandte kritik mit ihrer antwort zu veröffentlichen, was dann von ziemlich vielen verlinkt wurde, und so auch mich erreichte. ich finde diesen nachrichtenaustausch ziemlich interessant, da er uns zeigt, wieso direkte demokratie eben doch ein ideal ist und wie liquidfeedback verantwortung umverteilt.

doch von anfang an. was war die kritik? ein gewisser B. war von der „art“ wie @afelia sich in der tagesschau präsentierte nicht ganz – sagen wir einmal – überzeugt. und dieses BGE-zeugs sei doch alles „revoluzzerscheiss“. ich nehm an, dass viele leute und institutionen, die in der öffentlichkeit positionen beziehen solche kritik einstecken müssen. bei extra3 werden beispielsweise auch immer wieder amüsante leserbriefe in z.t. ähnlichem tonfall vorgelesen. was extra3 und andere persönlichkeiten jedoch nicht können, ist antworten, wie’s @afelia getan hat. sie listet drei punkte auf, ich möchte hier jedoch nur auf den 2. verweisen, der da wäre:

„Wenn Sie das [eine andere Partei wählen] nicht wollen, können Sie gern an unserem Programm mitarbeiten und es verbessern, sofern Sie sich in der Lage sehen, auf persönliche Angriffe zu verzichten.“

ich interpretiere das folgendermassen: wenn herrn B. das parteiprogramm nicht gefällt, dann ist das entweder seine eigene schuld, weil er seine ideen nicht eingebracht und für sie geworben hat, oder er wurde überstimmt, was hingegen seine kritik ins lächerliche ziehen würde, da er dann einfach ein schlechter verlierer wäre. durch liquidfeedback liegt die verantwortung der partei primär in den händen derer mitglieder, und nicht bei irgendwelchen politiker. liquidfeedback stellt eine entmachtung der politik dar, was mit verantwortungsumverteilung einhergeht. das finde ich gut.

ich habe in einem kurzen kommentarwechsel mit stefan schulz bereits mal aufgezeigt, dass die verantwortung ohnehin beim volk liegt, da dieses durch den wahlvorgang, gewisse personen ermächtigt, ihnen dadurch ihre macht legitimiert, diese machtspersonen jedoch keine realen konsequenzen zu tragen haben (und wenn, dann nur politische). das stellt ein ungleichgewicht dar. wer konsequenzen trägt, und verantwortung trägt, sollte auch mitbestimmen dürfen.

ich möchte einen weiteren vergleich ziehen. der postdramatiker hat mal im intro eines posts geschrieben:

„[Ich] stütze mich […] fürderhin auf verfügbare und vielleicht nicht immer den Ansprüchen genügende, digital vorliegende Quellen. Insbesondere Wikipedia – deren größter Nachteil darin besteht, dass alle, denen danach ist, Einspruch gegen die inhaltlich von mir aufgegriffenen oder zitierten Passagen zu erheben, daran mitarbeiten müssten, die Inhalte so aufzubereiten, dass ich daraus legitim und verlässlich ableiten kann. Der Vorteil: Sie können es.“

mir gefiel diese passage so sehr, dass ich sie gleich als hinweis in mein „about“ einfügte, natürlich mit verweis. im internet funktioniert vieles nach einem ähnlichen muster, wie liquidfeedback und wikipedia. dadurch, dass alle veröffentlichen können, dass alle an wikipedia mitarbeiten können, und dass alle an einem parteiprogramm mitwirken können, wird die verantwortung abgegeben bzw. umverteilt, womit dann alle gleichermassen in der pflicht sind. vielleicht ein bisschen pathetisch, und vielleicht auch ein wenig naiv/idealistisch, aber irgendwie so ist es doch?